Wann habt ihr zuletzt etwas veröffentlicht?
Es gibt eine Frage, bei der es in fast jedem Erstgespräch kurz still wird: Wann habt ihr zuletzt etwas auf eurer Website veröffentlicht? Die Antwort kommt selten in Tagen. Meistens kommt sie in Monaten, manchmal mit einer Jahreszahl. Und fast immer folgt derselbe Satz hinterher: „Wir wollten da eigentlich dranbleiben.“
Das Problem sind nicht die Ideen
Der typische Verlauf sieht so aus. Die neue Website geht online, alle sind zufrieden, es gibt einen Blog. In den ersten Wochen erscheinen drei Artikel. Dann kommt ein Großauftrag, dann der Urlaub, dann das Quartalsende. Der vierte Artikel liegt seit November als Entwurf da. Auf LinkedIn steht ein Beitrag von Ostern.
Woran das liegt, ist kein Geheimnis: Ein guter Beitrag kostet zwei bis drei Stunden. Das klingt nach wenig, bis man es mit dem vergleicht, was in diesen Stunden sonst passiert wäre. Und weil ein ausgelassener Beitrag heute nichts kostet, wird er ausgelassen. Der Preis fällt erst ein Jahr später an, wenn man merkt, dass niemand die Seite findet.
Ein Blog, der stillsteht, ist schlechter als kein Blog. Er zeigt Besuchern ein Datum, und das Datum sagt etwas über die Firma.
Warum „einfach ChatGPT nehmen“ nicht reicht
Der naheliegende Ausweg ist ein Textgenerator. Das funktioniert auch - für genau einen Artikel. Was danach passiert, kennen die meisten: Der Text ist grammatikalisch einwandfrei, sachlich richtig und vollkommen austauschbar. Er könnte von jeder Firma der Branche stammen. Genau deshalb liest ihn niemand zu Ende, und genau deshalb bringt er auch bei Google nichts.
Der Grund ist simpel: Ein Generator ohne Kontext hat nur ein Thema und einen allgemeinen Sprachstil. Er weiß nicht, dass ihr Kunden in zwei Ländern habt, dass euer Chef Anekdoten mag und keine Superlative, dass ihr bei einem bestimmten Thema bewusst anderer Meinung seid als der Wettbewerb. Alles, was einen Text lesenswert macht, steckt in diesen Details - und keines davon steht im Prompt.
Was ein System anders macht
Deshalb bieten wir seit Kurzem automatisiertes Marketing an - auf Basis der Plattform unseres Partners Amplione. Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Textgenerator, sondern in dem, was vorher passiert.
Am Anfang steht ein ausführliches Interview: Wofür steht das Unternehmen, wie redet ihr, wen wollt ihr erreichen, was unterscheidet euch von den anderen drei Anbietern im Umkreis. Daraus entsteht ein Profil - die Unternehmer-DNA -, auf das sich danach jeder erzeugte Text bezieht. Dazu kommen Keywords, ein Themenplan und die Anbindung von Website, Newsletter und Kanälen.
- Website und Blog liegen im selben System. Eine bestehende Seite lässt sich importieren.
- SEO ist eingebaut: Bewertung je Seite, Ranking-Verfolgung, Keyword-Cluster, Blick auf den Wettbewerb.
- Newsletter und Google-Ads-Kampagnen laufen aus derselben Quelle - kein doppeltes Pflegen.
- Inhalte entstehen nach Plan und werden vorbereitet. Veröffentlichen kann das System automatisch, muss es aber nicht.
Warum die Einrichtung drei Tage dauert
Das ist der Punkt, an dem wir uns von den Zehn-Minuten-Versprechen unterscheiden - und ehrlich gesagt der Punkt, an dem manches Gespräch kurz stockt. Die Einrichtung ist echte Arbeit: das Interview, der Aufbau oder Import der Website, Keywords, Themenplan, Tonfall, Vorlagen. Wir rechnen mit rund drei Tagen.
Diese drei Tage entscheiden über die Qualität von allem, was danach herauskommt. Wer in zehn Minuten startklar ist, bekommt austauschbare Texte - denn in zehn Minuten kann kein System erfahren haben, was euer Unternehmen ausmacht. Der Aufwand verschwindet nicht, er wird nur verschoben. Entweder man investiert ihn einmal am Anfang oder dauerhaft in jeden einzelnen Beitrag.
Was so ein System nicht kann
Damit hier keine falsche Erwartung entsteht, drei Dinge, die es nicht löst:
- **Es ersetzt nicht den Blick vor der Veröffentlichung.** Automatisches Publizieren ist möglich und für Routineformate auch sinnvoll. Für den Anfang empfehlen wir trotzdem den Zwischenschritt: Das System bereitet vor, jemand liest zehn Minuten drüber, dann geht es raus.
- **Es macht aus einem Unternehmen ohne Haltung keins mit Haltung.** Wenn im Interview nichts Eigenes zusammenkommt, kann auch das beste Profil daraus nichts Eigenes erzeugen. Das ist kein technisches Problem.
- **Es rechnet sich nicht für jeden.** Wer zweimal im Jahr eine Pressemitteilung braucht, ist damit überversorgt. Wer niemanden hat, der einmal pro Woche zehn Minuten hinsieht, sollte es lassen.
Für wen es sich lohnt
Für alle, bei denen die Antwort auf die Frage ganz oben in Monaten kommt - und die das ändern wollen, ohne jemanden dafür einzustellen. Der typische Fall: ein Betrieb mit zehn bis fünfzig Leuten, einer ordentlichen Website und einem Blog, der seit dem Relaunch dreimal befüllt wurde. Da liegt Sichtbarkeit brach, die nichts kostet außer Regelmäßigkeit.
Alle Funktionen, der Ablauf und die ehrlichen Grenzen stehen auf der Seite zu automatisiertem Marketing. Wenn ihr wissen wollt, ob sich das für euch rechnet: schreibt uns, wir sagen es euch im Erstgespräch.
Bastian Portes
Gründer & CEO, CAZ Labs
Unternehmer, der codet - und Krimis schreibt.