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Was kostet eine Website wirklich? Die Antwort wird dich überraschen.

5. März 20268 Min. Lesezeit

Googel mal „Was kostet eine Website?“ und du bekommst Antworten von 200€ bis 200.000€. Super hilfreich, oder? Die Wahrheit ist: Die gesamte Webdesign-Branche hat ein massives Transparenzproblem. Und die meisten Kunden zahlen entweder viel zu viel oder viel zu wenig — beides mit katastrophalen Ergebnissen.

Die große „Ab 500€“-Lüge

„Website ab 500€“ ist das „Ab 29€ pro Nacht“ der Webdesign-Branche. Technisch nicht gelogen, praktisch komplett irrelevant. Was du für 500€ bekommst: ein WordPress-Theme, das auch 40.000 andere Websites nutzen, ein Stock-Foto-Headerbild, drei Seiten mit Lorem-Ipsum-artigen Texten, und ein Logo, das aussieht, als hätte es jemand in der Mittagspause in Canva zusammengeklickt. Was du nicht bekommst: eine Website, die tatsächlich Kunden bringt.

Was echte Qualität kostet — und warum

  • Einfache Visitenkarten-Website (5–7 Seiten, responsiv, SEO-Basics): 3.000–5.000€ — Hier steckt echtes Design, durchdachte Texte und eine saubere technische Basis drin.
  • Business-Website mit Funktionalität (Kontaktformulare, Blog, Analytics): 5.000–12.000€ — Inklusive Content-Strategie, SEO-Optimierung und Performance-Tuning.
  • E-Commerce / Web-App (Shop, Buchungssystem, Kundenportal): 15.000–50.000€+ — Komplexe Logik, Zahlungsintegration, Sicherheit, Testing.
  • Enterprise / Custom Platform: 50.000–200.000€+ — Individuelle Entwicklung, Skalierbarkeit, mehrere Entwickler über Monate.

Warum die Preisunterschiede so gigantisch sind

Eine Website ist nicht ein Ding. Es ist hundert Dinge. Strategie, Design, Entwicklung, Texte, SEO, Performance, Sicherheit, Hosting, Wartung. Wenn jemand dir eine Website für 800€ anbietet, streicht er mindestens die Hälfte dieser Punkte. Und die gestrichenen Punkte sind meistens genau die, die den Unterschied machen zwischen einer Website, die Geld verdient, und einer, die nur Geld kostet.

Die versteckten Kosten, die niemand erwähnt

  • Hosting: 10–50€/Monat für vernünftiges Hosting. Der 3€-Shared-Server wird dich irgendwann teuer zu stehen kommen.
  • Domain: 10–30€/Jahr — der kleinste Posten, aber vergiss nicht die Verlängerung.
  • SSL-Zertifikat: Oft kostenlos mit Let’s Encrypt, aber manche Hosts verlangen extra.
  • Wartung & Updates: 50–200€/Monat. WordPress allein hat jährlich dutzende Sicherheitsupdates.
  • Content-Pflege: Texte aktualisieren, Bilder tauschen, Blog schreiben. Das macht sich nicht von allein.

Der teuerste Website-Relaunch ist der, den du machst, weil der billige vom letzten Mal nicht funktioniert hat.

So erkennst du faire Angebote

Ein seriöses Angebot listet einzelne Posten auf: Konzept, Design, Entwicklung, Texte, SEO, Testing, Launch. Es enthält einen realistischen Zeitplan und definiert klar, was enthalten ist und was nicht. Wenn ein Angebot nur eine Gesamtsumme ohne Aufschlüsselung nennt, ist das ein rotes Flag. Wenn der Preis „verhandelbar“ ist, bedeutet das meistens: Der ursprüngliche Preis war frei erfunden.

Berechne jetzt realistisch, was dein Website-Projekt kosten würde — mit unserem kostenlosen Kostenrechner.

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Bastian Portes

Bastian Portes

Gründer & CEO, CAZ Labs

Unternehmer der codet.

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