KI-Lösungen für Unternehmen in München, Rosenheim und dem Chiemgau: was heute wirklich funktioniert
Es gibt zwei Sorten von KI-Angeboten für den Mittelstand. Die eine ist eine Präsentation mit dem Wort „Transformation“ darin. Die andere ist ein Werkzeug, das am Montag im Betrieb läuft und am Freitag drei Stunden gespart hat. Wir bauen die zweite Sorte, für Betriebe zwischen München, Rosenheim, dem Chiemgau und Salzburg, und ich schreibe hier auf, was davon nach zwei Jahren tatsächlich funktioniert. Auch, was nicht.
Sechs Dinge, die im Betrieb laufen
- **E-Mail-Eingang sortieren und vorbereiten.** Die KI liest jede eingehende Mail, ordnet sie zu (Anfrage, Rechnung, Reklamation, Bewerbung, Spam), legt sie beim richtigen Kollegen ab und schreibt einen Antwortentwurf im Ton des Hauses. Der Mensch prüft und schickt. Bei einem Betrieb mit vierzig Mails am Tag sind das anderthalb Stunden.
- **Angebote aus Anfragen.** Die Anfrage kommt als Mail oder Formular, die KI holt Preise und Textbausteine aus euren Daten und baut den Entwurf. Der Chef prüft in zwei Minuten statt in zwanzig. Für Handwerk, Dienstleister und Vermieter der größte Einzelhebel, den wir kennen.
- **Dokumente auslesen.** Lieferscheine, Eingangsrechnungen, Bestellungen, Formulare. Die KI liest sie, prüft sie gegen den Auftrag und trägt sie ein. Kein Abtippen mehr, und die Fehlerquote sinkt.
- **Telefonassistent für die einfachen Fälle.** Öffnungszeiten, Terminwünsche, Statusfragen, außerhalb der Bürozeiten oder wenn alle in der Werkstatt sind. Alles andere geht an einen Menschen. Wichtig: Der Anrufer weiß, dass er mit einer KI spricht.
- **Wissensassistent für das Team.** Alles, was in Handbüchern, alten Angeboten, Protokollen und Köpfen liegt, wird abfragbar: „Wie haben wir das beim Kunden X gelöst?“ Der neue Mitarbeiter fragt das System statt den Kollegen, der gerade auf der Baustelle ist.
- **Website-Assistent, der das Unternehmen kennt.** Kein Chatbot mit Standardsprüchen, sondern ein Dialog, der eure Leistungen, Preise und Verfügbarkeiten kennt und Anfragen fertig vorqualifiziert ins Postfach legt.
Drei Dinge, die noch nicht funktionieren
- **Vollautomatische Kommunikation ohne Prüfung.** Die KI schreibt gut, aber sie erfindet gelegentlich. Wer Angebote oder Zusagen ungeprüft rausgehen lässt, hat irgendwann ein Problem, das teurer ist als die gesparte Zeit.
- **KI, die den Betrieb versteht, ohne dass ihr ihn erklärt.** Das System ist so gut wie die Daten. Wer Preise, Regeln und Abläufe nur im Kopf hat, muss sie erst aufschreiben. Das ist Arbeit, und sie ist der eigentliche Wert.
- **Der große Wurf.** Alles auf einmal automatisieren funktioniert nicht, weil niemand weiß, wo es wirklich brennt. Deshalb fangen wir mit einem Rundgang an, nicht mit einem Konzept.
Datenschutz und Kennzeichnung: die Regeln seit August 2026
Zwei Dinge, die ein Anbieter euch sagen muss. Erstens: Kundendaten gehören nicht in irgendeine Cloud. Wir bauen so, dass personenbezogene Daten entweder im Haus bleiben oder bei europäischen Anbietern mit Auftragsverarbeitungsvertrag verarbeitet werden, und wir schreiben das in die Datenschutzerklärung. Zweitens: Seit August gilt die Kennzeichnungspflicht der EU-KI-Verordnung. Wer einen Telefonassistenten, einen Chat oder KI-erzeugte Personen in Videos einsetzt, muss das erkennbar machen. Wir bauen das von Anfang an ein, weil es nachträglich immer peinlich wird.
Was das kostet
Weniger als gedacht, und anders als gedacht. Die Werkzeuge selbst kosten wenig, oft ein paar Dutzend Euro im Monat an Nutzung. Was kostet, ist der Aufbau: eure Daten und Regeln so aufzubereiten, dass die KI damit arbeiten kann, und die Anbindung an eure Programme. Ein erster Baustein wie der E-Mail-Assistent oder der Angebotsentwurf ist ein überschaubares Projekt von wenigen Wochen. Danach wächst es Baustein für Baustein, jeder für sich nützlich. Preise nennen wir nach dem Rundgang, nicht davor, weil wir vorher nicht wissen, was bei euch der größte Hebel ist.
Der erste Schritt: zehn Minuten pro Mitarbeiter
Wir haben dafür den CAZkompass gebaut: einen geführten Rundgang durch den Betrieb, Abteilung für Abteilung, ohne Fachbegriffe. Jeder Mitarbeiter klickt an, was ihn Zeit kostet, wie oft und mit welchen Programmen. Wir rechnen zusammen und zeigen euch die Liste, sortiert nach Stunden pro Monat. Erst danach reden wir über KI, und zwar über die eine Anwendung, die sich zuerst lohnt.
KI im Mittelstand ist kein Projekt mit Kick-off. Es ist der Montag, an dem die Angebote fertig im Postfach liegen.
KI-Lösungen aus Unterhaching bei München und Inzell im Chiemgau, für Betriebe in München, Rosenheim, Traunstein, im Berchtesgadener Land, am Tegernsee, im Tölzer Land und im Raum Salzburg. Persönlich, vor Ort, ohne Cloud-Zwang.
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Bastian Portes
Gründer & CEO, CAZ Labs
Unternehmer, der codet - und Krimis schreibt.