App-Entwicklung in Oberbayern: wann sich eine App lohnt und wann eine Web-App reicht
„Wir brauchen eine App.“ So beginnt ungefähr jedes dritte Erstgespräch, das wir in Unterhaching oder Inzell führen. Meine erste Frage ist dann immer dieselbe: Was soll die App können, das eine Website nicht kann? Bei der Hälfte der Anfragen lautet die ehrliche Antwort: nichts. Dann bauen wir keine App, sondern eine Web-App, und der Kunde spart die Hälfte des Budgets und alle Store-Probleme. Bei der anderen Hälfte lohnt sich die App wirklich. Der Unterschied ist der Kern dieses Beitrags.
Drei Formen, drei Preisklassen
- **Web-App.** Läuft im Browser, sieht aus wie eine App, funktioniert auf jedem Gerät, braucht keinen Store. Lässt sich auf den Startbildschirm legen, kann offline arbeiten und Benachrichtigungen schicken. Für Kundenportale, Bestellsysteme, interne Werkzeuge und Buchungen fast immer die richtige Wahl. Kosten: ab einigen tausend Euro, Wartung überschaubar.
- **Native App für iOS und Android.** Nötig, wenn die App tief ins Gerät muss: Kamera mit Bildverarbeitung, Bluetooth zu Geräten, Hintergrund-Ortung, Apple Pay oder Health-Daten. Oder wenn die Sichtbarkeit im Store selbst ein Verkaufsargument ist. Kosten: deutlich höher, weil zwei Plattformen, zwei Store-Prüfungen und laufende Updates dazukommen.
- **Hybrid.** Ein Code für beide Stores plus Web. Der Kompromiss, der für viele Unternehmens-Apps passt. Unser Lernspiel WowFuchs ist so gebaut: läuft im Browser, als Android-App und ohne Internet.
Was wir in der Region gebaut haben
Ein Bestellsystem für die Gastronomie, das die Provision der Lieferportale spart, für al dente. Eine Web-App, mit der Messebauer ihre Halle in 3D planen, für Messebau Franke. Ein Kinderlernspiel, das ohne Werbung und Berechtigungen auskommt. Interaktive Eventmodule, die auf Messeständen laufen, ohne dass jemand eine App installieren muss, weil ein QR-Code reicht. Und intern: Zeiterfassung von der Baustelle, Kundenportale mit Auftragsstatus, Anmeldesysteme für Kurse. Fast alles davon als Web-App, weil das die Form ist, die Kunden und Mitarbeiter tatsächlich benutzen.
Die Fragen, die wir vor jeder App stellen
- **Wer öffnet das Ding, und wie oft?** Etwas, das ein Kunde einmal im Jahr benutzt, gehört nicht in den Store. Er hat die App bis dahin gelöscht.
- **Muss es ohne Internet gehen?** Auf der Baustelle im Tal, in der Messehalle mit überlastetem WLAN, in der Tiefgarage. Wenn ja, planen wir das von Anfang an, das geht auch im Browser.
- **Wer pflegt es in drei Jahren?** Eine App ist kein Projekt, sondern ein Produkt. Betriebssysteme ändern sich, Stores verlangen Updates. Wer das nicht einplant, hat in zwei Jahren eine App, die nicht mehr startet.
- **Was ist der eine Zweck?** Die besten Apps können eine Sache. Die schlechtesten sind eine Website mit App-Symbol.
Was eine App kostet
Ehrlich: Es hängt vom Zweck ab, nicht von der Region. Eine Web-App mit Login, Datenhaltung und einem klaren Zweck beginnt bei uns im niedrigen fünfstelligen Bereich, kleine Werkzeuge darunter. Native Apps für beide Stores liegen deutlich darüber. Was sich verändert hat: Der Preis für den reinen Code sinkt, weil wir den größten Teil mit KI-Werkzeugen schreiben und prüfen. Was bleibt, ist die Arbeit, die niemand abnehmen kann: verstehen, was der Betrieb wirklich braucht, entscheiden, was weggelassen wird, und dafür geradestehen, dass es läuft. Für eine erste Einordnung reicht ein Anruf, und für die Frage, ob überhaupt eine App das Richtige ist, reicht oft der CAZkompass.
Die beste App-Beratung, die wir geben, endet oft mit dem Satz: Ihr braucht keine App. Wer das nicht sagt, verkauft Apps, nicht Lösungen.
App-Entwicklung aus Unterhaching bei München und Inzell im Chiemgau, für Unternehmen in ganz Oberbayern und im Raum Salzburg. Erstgespräch kostenlos: 0800 - 16 56 550.
Zum Weiterlesen
- Lieferando-Alternative ohne Provision: das Bestellsystem
- Die 3D-Referenzhalle für Messebau Franke
- WowFuchs: das Lernspiel für Kinder
- Warum Oberbayern beim Internet nicht warten darf
- CAZkompass: wo in deinem Betrieb Zeit verbrennt
- Webdesign - die Leistung
- KI-Lösungen für Unternehmen
- Was kostet eine Website? Der Kostenrechner
Bastian Portes
Gründer & CEO, CAZ Labs
Unternehmer, der codet - und Krimis schreibt.